Bildung
Zum Kabinettsbeschluss einer Wiederbesetzungssperre für Beamte erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Pfaffmann: „Wir bringen es auf eine einfache polit-mathematische Formel ‚CSU und FDP = Bildungsabbau'. Die Wiederbesetzungssperre für Beamte ist ein bildungspolitisches Desaster für Bayern. Von den rund 250.000 bayerischen Beamten sind alleine 120.000 Lehrerinnen und Lehrer."
Die SPD-Hochschulsprecherin Isabell Zacharias nennt die heutigen Äußerungen der Minister Heubisch und Spaenle zum doppelten Abiturientenjahrgang aus G8 und G9 im Jahr 2011 blauäugig. "Die bayerischen Hochschulen sind für diesen Ansturm nur unzureichend für den gewappnet", erklärt Zacharias. „Dieser Jahrgang wird den Koalitionsstreitereien von CSU und FDP in Bayern geopfert. Weder die Anzahl der Studienplätze noch die Hochschul- und Personalausstattung und schon gar nicht die soziale Infrastruktur sind auf den Ansturm der Studierenden im kommenden Jahr ausgerichtet", so die hochschulpolitische Sprecherin der Landtags-SPD.
Nora Gomringer, Leiterin des Künstlerhauses Villa Concordia, konnte ihre Sorgen bei den im SPD-Arbeitskreis Hochschule engagierten Landtagsabgeordneten loswerden. Auf Einladung von Susann Biedefeld, SPD-MdL aus Coburg, bekam sie Besuch von den Landtagsabgeordneten Isabell Zacharias, Natascha Kohnen und Dr. Christoph Rabenstein.
„Das bayerische Gymnasium braucht eine Neuausrichtung", fordern die Bildungspolitiker der SPD-Landtagsfraktion. Auf einer Pressekonferenz im Landtag erläuterten der Vorsitzende des Bildungsausschusses, Hans-Ulrich Pfaffmann, und die Bildungspolitikerin Karin Pranghofer, wie aus Sicht der SPD adäquat auf die enorm gestiegenen Lernbelastungen am G8 reagiert werden muss.
Der Senat der Otto-Friedrich-Universität Bamberg hat in seiner Sitzung am 23. Dezember eine Senkung der Studienbeiträge beschlossen: Ab dem Sommersemester 2010 zahlen Studierende anstelle von 500 nur mehr 400 Euro Beitrag pro Semester. Studierende im 1. Studiensemester zahlen weiterhin wie bisher 300 Euro.
Oberbürgermeister Andreas Starke hat sich mit einem schriftlichen Appell an die Mitglieder des Senats der Otto-Friedrich Universität in Bamberg gewandt. In seiner nächsten Sitzung am 23. Dezember 2009 berät das Gremium über die Höhe der Studiengebühren. „Ich persönlich vertrete die Auffassung, dass der mögliche finanzielle und rechtliche Spielraum hier in Bamberg genutzt werden sollte, um die Studiengebühren abzusenken,“ bekräftigt der Oberbürgermeister. Die Stadt Bamberg habe ein hohes Interesse daran, dass die Studienbedingungen an der Universität weiterhin zeitgemäß und dennoch sozial ausgewogen sind.