Protokoll KommPAK-Sitzung vom 21. Juni 2017

Anton Zahneisen berichtet vom demographischen Wandel in Bamberg


Anton Zahneisen, der heutige Referent

Kurz angesprochen wurden folgende Themen:

  • Wert und Unwert von Wahlkampfständen, wobei beklagt wurde, dass diese oftmals nur den Besuchern dienen, ihre miese Laune loszuwerden („auszukotzen“).
  • Die Untertunnelung des Bahnhofs, wobei gewisse Sympathien wegen des dadurch bedingten Landgewinns nicht zu übersehen waren.
  • Der Besuch von Natascha Kohnen, unser neuen bayerischen SPD-Landesvorsitzenden, die Ernst Trebin großen Respekt abnötigte ob ihrer besonnenen und humanen Art, aber auch wegen der Deutlichkeit ihrer Worte; siehe auch auf YouTube: Natascha Kohnen Wutrede! Wir sollten sie einladen und in Bamberg besser bekannt machen.
  • Der schöne Verlauf des diesjährigen Kontakt-Festivals, das den Befürwortern eines soziokulturellen Zentrums in der Lagarde-Kaserne Auftrieb geben möge.
  • Die weiterhin nicht zu ertragenden Abschiebungen nach Afghanistan, die zur Zeit nur wegen des Bombenschadens des Deutschen Konsulats in Kabul unterbrochen sind.
  • Die Bemühungen des Landrats Kalb, das Dientzenhofer-Gymnasium in die Peripherie des Landkreises zu verlagern - ein Unsinn nach unserer Meinung, der aber bereits bewirkt hat, dass die Anmeldungen für die 5. Klassen dort stark rückläufig sind.

Ausführlicher referierte Anton Zahneisen über den demografischen Wandel, vor allem unter dem Aspekt, dass dieser von den politisch Verantwortlichen in seiner Tragweite noch stark verdrängt werde, obwohl sich dessen Auswirkungen bereits abzuzeichnen beginnen. Vor allem ein Mangel an Pflegekräften und Pflegeeinrichtungen sei heute schon zu beklagen, werde aber in der Zukunft noch dramatische Auswirkungen annehmen.

Nachhaltige, zukunftsfähige Daseinsvorsorge konkret heiße:

a. barrierefreie Mobilität für die wachsende Zahl der älteren Bürger ermöglichen

b. Quartiersnahe Infrastruktur (Einkauf, Bank, Ärzte) erhalten

c. nachbarschaftliche Hilfe und Aufmerksamkeit mobilisieren

d. ein leistungsfähiges Gesundheits- und Pflegewesen bereitstellen

e. bezahlbaren Wohnraum schaffen

f. Ausrechend ambulante und stationäre Pflegekapazitäten vorhalten

g. pflegende Angehörige unterstützen  und entlasten

Damit dies gelingt und dieser langwierige und komplexe Umbau-Prozess nicht ins Stocken gerät, bedarf es großer Anstrengungen auf mehreren Ebenen:

1. Der Stadtrat muss diesen Prozess als Ziel beschließen,  die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragen und sicherstellen, dass die notwendigen Ressourcen allmählich aufgebaut  und zukünftig bereitgestellt werden.      

2. Die Verwaltung der Stadt entwickelt Leitlinien und Strukturmodelle zur Bewältigung des demographischen Wandels sowie die dazu passende Verwaltungsstruktur und Maßnahmen zur Organisationsentwicklung. Am Umsetzungsprozess werden Bürger, die freie Wohlfahrtspflege, Initiativen und Vereine eingebunden.

3. Interessensvertreter älterer Bürger (Seniorenbeirat, ARGE, vdk  Bürgervereine) sind aufgefordert den Prozess aufmerksam zu verfolgen und korrigierend einzugreifen.

4. Die lokalen Medien unterstützen das Vorhaben durch regelmäßige Berichterstattung


Ernst Trebin

 

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