OB Andreas Starke: Solidarische Landwirtschaft soll in Bamberg weiter bestehen

Veröffentlicht am 03.11.2019 in Umwelt

Die SoLaWi in Bamberg ist ein Erfolgsmodell. ©Foto: SoLaWi

In der Bamberger Südflur sind rund 32.500 Quadratmeter Fläche als Standort für ein neues Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer (HWK) im Gespräch. Am 2. Dezember 2019 wird sich entscheiden, ob die HWK einem Kauf des Geländes zustimmt. Dann müssten die Anbauflächen der Solidarischen Landwirtschaft (SoLawi), die sich aktuell noch auf dem Gebiet befinden, verlagert werden. Oberbürgermeister Andreas Starke hatte bereits bei seinem Stadtteilgespräch am 24.10.2019 in der Gereuth entsprechend informiert. Vertreterinnen und Vertreter der SoLawi sind außerdem zu einem Gespräch eingeladen, um mögliche Alternativstandorte zu erörtern. In jedem Fall ist mit einem Baubeginn nicht vor 2023 zu rechnen. OB Starke: „Wir haben ausreichend Zeit, um Ersatzflächen zu finden.“

Anfang Dezember 2019 wird sich zeigen, ob in den kommenden Jahren ein neues Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer (HWK) in Bambergs Süden entstehen kann. Die Handwerkskammer für Oberfranken sucht dringend Platz für einen solchen Neubau, um sich auch zukünftig gut aufstellen und den dringend benötigten Nachwuchs ausbilden zu können. In der Vollsitzung am 23. Oktober 2019 haben die Mitglieder des Bamberger Stadtrates beschlossen, dass Flächen an der Forchheimer Straße der Handwerkskammer zum Kauf angeboten werden sollen. Bei einem positiven Beschluss beginnt die Planungsphase mit umfangreichen Maßnahmen. 
Unabhängig von der Standortentscheidung der Handwerkskammer für Oberfranken sucht Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke das Gespräch mit den Pächtern von Flächen der Solidarischen Landwirtschaft. In einem solchen Treffen soll es um die Bedeutung der SoLawi für Bamberg gehen, ebenso wie um mögliche alternative Flächen, falls das Areal in der Südflur längerfristig nicht mehr im Sinne der SoLawi genutzt werden kann. 

Oberbürgermeister Andreas Starke ordnet die berechtigten Interessen beider Akteure ein: „Für das Bamberger Handwerk ist die Ausbildung von Fachkräften von großer Bedeutung. Die Sicherung des Berufsbildungs- und Technologiezentrums als Bildungseinrichtung spielt für die Stadt und die ganze Region eine große Rolle. Gleichwohl soll die Initiative der Solidarischen Landwirtschaft geschützt werden. Was hier aufgebaut wurde und im wahrsten Sinne des Wortes gewachsen ist, ist ein wertvoller Beitrag für die Stadtgesellschaft, auch in Hinblick auf Bambergs Tradition als Gärtnerstadt.“ Deswegen solle das Konzept der SoLawi auf jeden Fall auch in Zukunft erhalten bleiben, gegebenenfalls an einem anderen Standort. Dr. Stefan Goller, Referent für Wirtschaft, Beteiligungen und Digitalisierung, hat sich bereits an die SoLawi gewandt, um einen gemeinsamen Gesprächstermin zu vereinbaren. Oberbürgermeister Andreas Starke sagt dazu: „Es wird kein Problem sein, beide Aufgaben miteinander zu verbinden.“

 

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