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Bamberg-Ost: Tiefensammler: Notwendige Infrastruktur – und berechtigte Sorgen vor Ort

Veröffentlicht am 02.04.2026 in Kommunalpolitik

Geplante Trassenführung des Tiefensammlers Bamberg-Ost (Quelle: Stadt Bamberg, Beschlussvorlage VO/2024/7679-BS)

Der Tiefensammler für Bamberg-Ost ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre. Doch was steckt eigentlich dahinter – und was bedeutet das konkret für die Menschen vor Ort? Wir ordnen ein, erklären verständlich und zeigen, warum neben der technischen Notwendigkeit vor allem die Perspektiven der Bürgerinnen und Bürger entscheidend sind.

Der geplante Tiefensammler für den Bamberger Osten ist eines der größten Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre – und entsprechend groß ist auch das Interesse, aber auch die Verunsicherung in der Bürgerschaft. Viele Fragen erreichen uns dazu aktuell, gerade aus den betroffenen Stadtteilen.

Das zeigt: Es geht hier nicht nur um ein technisches Bauvorhaben. Es geht um unseren Alltag, um vertraute Orte – und um das Gefühl, was sich vor der eigenen Haustür verändert.


Was ist ein Tiefensammler – und was macht er?

Ein Tiefensammler ist ein groß dimensionierter unterirdischer Abwasserkanal. Er ergänzt das bestehende Kanalsystem, indem er bei starken Regenereignissen große Wassermengen aufnehmen, zwischenspeichern und zeitverzögert weiterleiten kann.

Was abstrakt klingt, hat einen sehr konkreten Zweck: Er soll verhindern, dass Wasser dort zum Problem wird, wo wir leben.


Warum ist das Projekt notwendig?

Hintergrund ist das bestehende Mischsystem in weiten Teilen von Bamberg-Ost. Dabei werden Regenwasser und Abwasser gemeinsam in einem Kanalsystem geführt. Bei normalen Wetterlagen funktioniert das zuverlässig.

Aber die Realität hat sich verändert. Starkregen kommt heute intensiver, schneller und oft genau dort, wo die Infrastruktur an ihre Grenzen stößt.

Was dann passiert, ist einfach – und für viele leider schon erlebte Realität: Die Kanäle sind plötzlich voll. Und wenn sie voll sind, sucht sich das Wasser seinen Weg. Es drückt nach oben – dorthin, wo der geringste Widerstand ist. In die niedrigsten Punkte der Stadt: in Unterführungen, auf Straßen und auch in Gebäude.

Viele kennen die Bilder: überflutete Unterführungen an der Moosstraße oder der Geisfelder Straße, gesperrte Straßen, Einsatzkräfte vor Ort. Weniger sichtbar, aber oft viel einschneidender: Wasser in Kellern, beschädigtes Eigentum, große Unsicherheit bei den Betroffenen.

Der Tiefensammler soll genau hier ansetzen – als zusätzliches Sicherheitsnetz unter der Erde.


Wie verläuft die Trasse durch Bamberg-Ost?

Die geplante Trasse verläuft von der Geisfelder Straße über den Bereich Eichelberg und die Robert-Bosch-Straße in Richtung Moosstraße, weiter über die Kapellenstraße in die Wunderburg. Von dort folgt sie dem Main-Donau-Kanal entlang des Adenauerufers bis zum Margaretendamm.

Am Endpunkt entsteht ein zentrales Pumpwerk, das das gesammelte Wasser kontrolliert zur Kläranlage weiterleitet.

Eine Linie, die man später nicht sehen wird – die aber spürbar Einfluss auf unsere Stadt haben wird.


Was bedeutet das konkret für den Stadtteil?

Uns ist bewusst: Ein Projekt dieser Größenordnung bringt nicht nur langfristige Vorteile, sondern auch ganz konkrete Belastungen mit sich. Baustellen, Eingriffe in den öffentlichen Raum und Veränderungen im gewohnten Umfeld sind für viele Menschen erst einmal eine Herausforderung.

Gerade im Bereich der Wunderburg und entlang des Adenauerufers wird deutlich, wie sensibel diese Eingriffe sind. Dort, wo Menschen ihre Freizeit verbringen, wo Wege vertraut sind und Orte gewachsen sind.

Auch Treffpunkte wie der Kiosk am Adenauerufer stehen sinnbildlich für diese Diskussion. Orte, die für viele mehr sind als nur ein Punkt auf der Karte – sondern Teil des täglichen Lebens.


Bürgerbeteiligung: Spaziergänge vor Ort

Umso wichtiger ist eine transparente Kommunikation und eine echte Einbindung der Bürgerschaft.

Die von der Stadt angebotenen Spaziergänge am 15. und 23. April jeweils um 17:30 Uhr sind ein Schritt in diese Richtung. Sie bieten die Möglichkeit, sich direkt vor Ort entlang der geplanten Trasse zu informieren und Fragen mit den Verantwortlichen zu klären.

Der Treffpunkt wird dabei bewusst nur den angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern mitgeteilt, um die Gruppengröße zu begrenzen und einen sachlichen Austausch zu ermöglichen. Klar ist aber auch: Der Fokus liegt im Bereich der Wunderburg.


Unsere Haltung als SPD-Ortsverein Bamberg-Ost

Für uns als SPD-Ortsverein Bamberg-Ost ist klar:
Der Tiefensammler ist ein notwendiges Infrastrukturprojekt – gerade mit Blick auf den Schutz vor Starkregen und die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.

Gleichzeitig nehmen wir die Sorgen und Hinweise aus der Bürgerschaft sehr ernst. Denn sie zeigen, wo es konkret wird – im Alltag der Menschen vor Ort.

Deshalb werden wir den weiteren Prozess konstruktiv begleiten, den Dialog aktiv unterstützen und uns dafür einsetzen, dass die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner bestmöglich berücksichtigt werden.

Wir werden auch selbst bei den angebotenen Spaziergängen vor Ort dabei sein, um zuzuhören, Eindrücke mitzunehmen und im direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern sowie den Verantwortlichen zu bleiben.

Denn am Ende entscheidet sich der Erfolg eines solchen Projekts nicht nur an technischen Kennzahlen.

Sondern daran, ob es gelingt, Sicherheit zu schaffen – ohne das Vertrauen der Menschen zu verlieren.

 

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