OB-Wahl: Realisten unterstützen OB Andreas Starke

Veröffentlicht am 04.02.2012 in Kommunalpolitik

Die gut 40 Mitglieder der "Bamberger Realisten" unterstützen am 11. März offiziell Andreas Starke. Mit dem Amtsinhaber sehen sie die größte Übereinstimmung in den Themen, die ihnen wichtig sind.

Die Bilanz von Andreas Starke (SPD) nach sechs Jahren ist das eine, das andere seine Vorstellung davon, wie sich Bamberg entwickeln soll. Mit dem Amtsinhaber sehen die Bamberger Realisten, ein gut 40 Mitglieder zählender Verein, die größte Übereinstimmung. "Nach reiflicher Überlegung" und nach Gesprächen auch mit den beiden anderen Politikern, die am 11. März Oberbürgermeister werden wollen, "haben wir uns entschlossen, den Oberbürgermeister zu unterstützen", sagt Michael Bosch, BR-Vorsitzender und einer der beiden Stadträte, die die Realisten derzeit stellen. Sie haben Starke schon vor sechs Jahren unterstützt.

Das Votum zu Gunsten des Amtsinhabers fiel in einer Mitgliederversammlung Ende Januar. Jetzt ging die Gruppierung damit an die Öffentlichkeit. Bei einem Pressegespräch im Rathaus legten Michael Bosch sowie Edgar G. Schramm und Edgar Brambrink dar, warum sie sich nicht für Gerhard Seitz (CSU) oder Wolfgang Grader (GAL) entschieden haben. Deren Zukunftsvorstellungen seien "etwas mager" und in einigen Punkten konträr zu dem, was die Realisten sich vorstellen. Zwei Themen lägen ihnen besonders am Herzen, sagte die Delegation. Das eine ist, dass keine weiteren Parkplätze in der Innenstadt gestrichen werden. Dann brauche man auch keine Tiefgarage unter dem Schönleinsplatz, die der CSU-Kandidat befürwortet. Das andere Thema, bei dem man sich mit Starke am ehesten auf einer Wellenlänge wähnt, ist die Sichtweise beim Tourismus. Bosch: "Wir halten ihn für absolut gut", aber die Obergrenze sei erreicht, die Konzentration der Besucher in der Altstadt dürfe nicht noch zunehmen.

Die Infrastruktur Bambergs zu verbessern und Angebote für viele zu machen - das sei der große gemeinsame Nenner mit Starke. Die Stadt müsse lebendig und erreichbar bleiben, fordert Brambrink. Als die "eher kaufmännisch Denkenden" verstünden sich die Realisten in der Kommunalpolitik an der Seite des OB laut Schramm als eine Art "Gewissen". Jedes neue Projekt müsse auf den Prüfstand und überlegt werden, ob es wirklich nötig ist. Boschs Begründung: "Die soziale Schere geht schon weiter auseinander als uns lieb ist." Die Stadt könne jeden Euro nur einmal ausgeben; deshalb gelte es künftig mehr als bisher abzuwägen, wofür das Geld investiert wird.
Das Votum für Starke "heißt nicht, dass wir etwas gegen die anderen Kandidaten haben", sagt der BR-Vorsitzende auch. Es habe rein inhaltliche Gründe. Genau so wenig bedeute die Entscheidung, dass die Realisten zum Anhängsel der SPD im Stadtrat würden.

Andreas Starke selbst sagte, er freue sich über und bedanke sich für die Unterstützung. Er habe von Anfang versucht, sein Amt überparteilich auszuüben. Integrierend zu wirken wird seiner Meinung nach für den nächsten Bamberger OB noch wichtiger sein, weil die Zersplitterung im Stadtrat zunehmen dürfte. Die Piraten bereiten sich bereits auf die Kommunalwahlen 2014 vor und peilen wenigstens drei Sitze an.

(Artikel erschienen im Fränkischen Tag vom 4.2.2012)

 
 

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